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Dienstag, der 24. Juli 2018

Rail Nation im Laufe der Geschichte – Teil 3

Epoche 5:

Ca. 1919 – 2013

Auf einen Schlag ist es still. Nur ein Blick aus dem Fenster versichert dir, dass du immer noch fährst. Die Landschaft rauscht in Höchstgeschwindigkeit an dir vorbei. Dein Sitz, bequem wie eh und je. Willkommen in der Moderne!

Die Lokomotiven werden nun elektrisch betrieben und gleichen wahren Meisterwerken der Technik. Hochhäuser schießen rund um unseren Bahnhof aus dem Boden. Glas dominiert die Bauweise.

Doch erstmal gehen wir gedanklich zurück in die 50er, wo wichtige Grundsteine für die moderne Lok gelegt werden. 1955 stellt die französische Baureihe SNCF BB 9004 einen Geschwindigkeitsrekord für Schienenfahrzeuge auf, der mit 331 km/h für damalige Verhältnisse schier unglaublich war.

Ebenfalls aus Frankreich stammt die BB 7200, die bis zum Jahr 1985 gebaut wird. Die typische Frontform des Designers Paul Arzens brachte ihr den Spitznamen „Nez Cassé“ ein, was übersetzt „Gebrochene Nase“ bedeutet.

Eine der markantesten Lokomotivreihen im Bestand von Rail Nation sind die beiden Krokodile, die schon ab 1919 gebaut wurden, jedoch bis in die 80er regelmäßig fahren. Das Original Krokodil, die Ce 6/8, wurde hauptsächlich in der Schweiz für den schweren Güterverkehr auf der steilen Gotthardbahn entwickelt.

Das „Deutsche Krokodil“, in Rail Nation die Baureihe des Leviathans, fährt bis in die 90er Jahre, bevor es endgültig von den Bahngesellschaften ausgemustert wird. Die erhaltenen Lokomotiven dieser Reihe finden jedoch weiterhin Verwendung als Ersatzteilspender oder als Ausstellungsobjekt im Museum.

Ein weiterer Blickfang dieser Zeit ist der TGV Sud-Est mit seiner markant orangenen Farbgebung. Der Hochgeschwindigkeitszug der ersten Generation der TGV Baureihe wird bis zu seiner Ausmusterung im Jahr 2013 hauptsächlich auf der Strecke Paris–Lyon eingesetzt.

Epoche 6:

Ca. 1994 – jetzt

Wir fahren in einen Tunnel. Du schlürfst derweil an deinem heißen Getränk und lehnst dich zurück. Das grelle Licht blendet dich kurz, als der Zug den Tunnel verlässt, doch dann erblickst du die neue Kulisse. Du fährst durch eine gewaltige Metropole. Links und rechts rasen Gebäude an deinem Fenster vorbei, die schon leicht futuristisch anmuten. Du hast die letzte Epoche von Rail Nation erreicht.

Genau seit Beginn des 21. Jahrhunderts wird die Bombardier Traxx entwickelt, die mittlerweile in 17 verschiedenen Ländern fährt. Die 145er Baureihe macht auch die Strecken von Rail Nation unsicher.

Auch die erste chinesische Lok in Rail Nation findet man hier: Die China Railways HXD2, deren Design auf der französischen Alstom Prima basiert.

Die wahren Hingucker der modernsten Epoche finden sich bei den Personenloks und Triebwägen. Das fängt an beim Pendolino, dem Aushängeschild der polnischen Bahngesellschaft PKP. Die Lok wird vom französischen Konzern Alstom hergestellt. 2014 startet die PKP die neueste Generation. Leider kann der Zug in Polen nicht seine ganze Leistung abrufen – die Geschwindigkeit ist dort auf 200 km/h begrenzt.

Der in Russland fahrende Sapsan wird vom deutschen Hersteller Siemens gebaut und basiert auf dem ICE 3 der Deutschen Bahn. Er hingegen ist der russischen Breitspur und insbesondere den speziellen klimatischen Bedingungen vor Ort angepasst.

Der Shinkansen entwickelt sich aus dem Versuchszug FASTECH 360 aus dem Jahre 2005. Sowohl der Prototyp als auch die Serienbaureihe sind besonders stromlinienförmig gestaltet, um insbesondere dem Tunnelknall entgegenzuwirken.

Schließlich wird dein Zug langsamer, und fährt in den Bahnhof ein. Du stehst auf, streckst dich erstmal, und verlässt dein Abteil. Wir hoffen du hattest eine gute Fahrt und bist – genau wie wir – schon gespannt wohin die Reise der Lok als Nächstes geht.

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